Tag 41 - Vejer de la Frontera: typisch Andalusisch
Der Tag startet durchwachsen. Eigentlich sind alle gut ausgeschlafen, aber ich hab immer noch/schon wieder Kopfschmerzen. Meine Missmutigkeit überträgt sich leider irgendwie auf Robert und Marie sitzt dazwischen und will Quatsch machen. Graue Wolken ziehen über uns, es regnet immer wieder (wobei das in der Nacht ordentlich viel war und jetzt nur noch einzelne Tropfen sind). Wir beschließen uns trotz schlechter Laune auf den Weg in den Tag zu machen. Erstmal beim Lidl Brot und Wasser kaufen. Dann fahren wir los ohne genau zu wissen was wir denn nun anfahren wollen. Es gibt eine römische Ausgrabungsstätte, aber wir haben wenig Lust. Wir überlegen ob wir zum Kap Trafalgar fahren, aber da gibt es wenig Parkplätze und die was kosten und bei Regen und Wind am Strand spazieren ist auch so mäh. Die dritte Option ist nach Vejer de la Frontera zu fahren. Das ist der nächste Stopp den mir der Marco Polo Camper Reiseführer empfohlen hat. Eine Kleinstadt, erbaut auf einem Felsen und umgeben von einer Stadtmauer mit vier Türmen. Da wir eh irgendwo spazieren müssen, dass Marie gut schläft, entscheiden wir uns für die Stadt. Bekommen einen Parkplatz und spazieren los. Marie schläft schnell ein und wir haben weiße Häuser um uns rum. Alles ist sehr eng und verwinkelt. Die geben sich Mühe die Stadt schön und lebendig zu halten: überall kleine bunte Läden und Cafés, ein bunter zentraler Platz mit Springbrunnen (und wieder Frösche, warum auch immer). Es gibt ein Castillo auf dem 10. Jahrhundert und eine Kirche. Alles ist echt schon ein bisschen alt und vieles bräuchte mal eine Sanierung. Insgesamt gefällt es uns hier aber recht gut.
Kurz vor dem Auto wacht Marie auf und wir essen erstmal einen Haps. Dann geht es noch zehn Kilometer weiter zurück an den Strand. Allerdings brauchen wir recht lang für das kurze Stück. Das Navi schickt uns wilde Wege und über einen Feldweg. Den wir auch erstmal fahren, wird das Auto halt dreckig, egal. Dann kommt die erste Furt. Die schaffen wir. Bald kommt aber eine zweite, deutlich größere tiefere Furt. Wir riskieren es mal lieber nicht unser Auto darin zu versenken. Lust die ohne Hose zu erlaufen und zu testen haben wir auch beide nicht. Somit wenden wir wohl oder übel und fahren das alles wieder zurück und suchen uns über Google Maps eine andere Route. Wir landen heut auf einem kleinen Campingplatz direkt am Strand. Kochen erstmal Nudeln mit Tomatensoße für alle und machen Mittagsschlaf. Da es am Nachmittag so windig und regnerisch ist, nutzen wir tatsächlich den Strand heute nicht mehr für weitere Bilder, sondern kuscheln uns im Camper ein. Aber es hat wlan, was für die weitere Planung und Bildersicherung auch mal ganz gut ist. Wir turnen also heut nicht draußen sondern nur im Bett und hoffen auf besseres Wetter morgen.