Tag 26 - Zurück in die Berge
Unsere Nacht in Almeria war ok. Am Abend zog ein Gewitter über die Stadt. Wir hatten unsere Dachluke einen Spalt weit offen, der Wind kam so heftig und hat es komplett aufgerissen. Aber es hat zum Glück überlebt. Im wackelnden Auto sind wir eingeschlafen und der Sturm hat in der Nacht nachgelassen.
Am Morgen sind wir nach dem Frühstück aus der Stadt geflohen. Durch eine Baustelle mussten wir uns durch kleine Gassen navigieren um irgendwie raus zu kommen.
Heute sind auch hier die Spritpreise angezogen. Die ganze Woche über war es noch konstant wie vor dem Wochenende. Unsere billigste Tankfüllung war bei 1,21€. Meistens lagen wir so bei 1,30€ im Schnitt. Die teuren Tankstellen (repsol und bp) haben wir immer so 1,55€ gekostet. Das war so das obere Limit. Heute haben sich die Preise um gut 15 ct erhöht. Wir haben heut bei der billigsten Tankstelle 1,49€ gezahlt. Die beiden teuren Marken sind auf 1,69€ hoch gesprungen. Somit wird jetzt tanken auch in Spanien teurer.
Wir haben uns heut für Berge entschieden. Unser Ziel ist der Rand des Nationalparks Sierra Nevada in Spanien. Die Berge sind bis zu 3479m hoch. Im Süden führt parallel zu den Bergen eine Straße. Die wollen wir fahren. Sie ist teils schmal, unübersichtlich aber gut in die Berge hineingebaut und in einem sehr guten Zustand. Die Sonne scheint und die Berge leuchten uns mit Schnee entgegen. Das ist doch unser Panorama wie wir es mögen.
Zur Mittagspause halten wir in einem Dorf auf einem Parkplatz. Kochen und essen und gehen dann spazieren. Marie schläft zufrieden und wir finden zufällig den Markt. Das ganze Dorf steht im Zentrum voller Stände in den Gassen. Aber es sind nur komische Klamotten. Nix was wir brauchen.
Nach 1,5 h Schlaf wacht Marie auf. Wir machen noch ein bisschen Quatsch in der Sonne und fahren dann weiter.
Unterwegs treffen wir auf einen Schäfer mit seinen Schafen. Wir halten an und warten bis alle an uns vorbei sind.
Dann geht’s weiter zu unserem Ziel Trevélez. Ein Bergdorf mit 700 Einwohnern. Wir sind jetzt ungefähr 62 km vom Meer weg und auf 1500 m Höhe. Das Dorf ist bekannt für seinen Luftgetrockneten iberischen Schinken. Das Museum und der Verkauf dazu haben geschlossen. Aber ein anderer Verkauf ist noch offen. Wir gehen also Schinken shoppen. Wenn wir schon hier sind wollen wir den berühmten iberischen Schinken probieren. Das besondere ist die Schweine werden nur mit Eicheln gefüttert. Der Schinken wird dann hier mit der Luft der Berge getrocknet.
Wir stehen nahe der Fabrik. Die Fenster haben nur Fliegengitter und keine Scheibe und dahinter hängt Schinken in Massen.
Wir schlendern durch das Dorf und werden die Nacht hier verbringen. Die Luft ist so sauber und klar. Der Blick auf die schneebedeckten Gipfel ist wunderschön. Morgen geht’s dann weiter nochmal zu anderen Bergdörfern bevor dann die nächste größere Stadt wieder ruft.