Tag 53 - Sticker die Welt, wie sie dir gefällt
Also, wenn einem ein Verkehrsschild nicht gefällt, dann klebt man einfach ganz viele Sticker drauf bis es nicht mehr erkenntlich ist. Dann kann man die Regel nicht lesen und Zack dürfen Wohnmobile alles.
Wir sind heute nach dem Frühstück Richtung Norden gestartet. Der erste Strand, den wir anfahren wollten, war allerdings nicht weit entfernt und tatsächlich auch ohne Verbotsschild ( jmd hat das ganze Schild geklaut, es gab nur noch das Wohnmobilschild unter dem eigentlichen Verbotsschild). Es standen aber einige Camper und viele Autos dort: Surfer, die die Wellen am Morgen nutzen wollen. Wir haben vom Parkplatz eine tolle Aussicht auf die Bucht und die Felsen. Wir spazieren ein Stück nach unten und genießen die Natur. Ganz zum Strand klettern wir aber gar nicht, wir wollen ja auch nicht surfen.
Dann geht’s weiter. Wir arbeiten uns an der Küste entlang und fahren immer wieder nach Westen an den Strand zu den schönsten Punkten. Wir kommen an einen kleinen Strand. Auch schön aber nicht so beeindruckend (von unten ist das alles nicht so beeindruckend wie von oben).
Nächster stopp ein Aussichtspunkt von oben. Hier gefällt es uns gleich. Da wir den nächsten Strand von hier sehen, fahren wir nicht noch hin.
Dann lassen wir wohl mal ein paar Buchten aus (sonst werd ich glaub ich vom Rest der Gruppe gesteinigt). Wir springen mal 20 km nach Norden zu einer großen Bucht. Da können wir auch endlich mal ein Stück spazieren und Marie schläft. Hier ist der Spot wo das Schild einfach überklebt wird und es stehen etliche Camper da. Wir ignorieren also das Verbot auch einfach und wandern mal 5km die Klippen entlang. Wir haben schöne Blicke. Möwen begleiten uns. Zwei Störche stehen auf einem Felsen im Meer – ein bisschen skurril, aber ich hatte davon gelesen, es nur ein Stück weiter im Norden verortet. Aber diese beiden Störche stört der Wind wohl nicht und sie stehen auf dem Fels.
Nachdem wir vom wandern zurück sind, schlägt Lukas vor ins Meer zu hüpfen. Mir ist das mit Marie zu kalt. Die Männer können es ja mal ausprobieren. Endlich die Badehose suchen und ab in den Atlantik.
Dann brauchen wir noch einen Platz für die Nacht. Ich gehe davon aus, dass viele hier stehen bleiben werden. Das ist uns aber zu heikel und die Strafe zu teuer. Im nächsten Dorf soll laut Karte ein Parkplatz hinter dem Markt sein. Als wir ankommen aber natürlich wieder für Wohnmobile verboten. Also weiter. Der erste Campingplatz hat kein Klo und keine Dusche. Auch nicht optimal. Somit fahren wir noch 20 km nach Norden und gehen auf einen richtigen Campingplatz. Wir stehen unter Pinien und machen es uns gemütlich für die Nacht. Schlaft gut.