Tag 16 - Wieder auf den Spuren des Papstes
Dann geht es weiter bis Peniscola. Die haben hier schon eigenartige Ortsnamen. Eigentlich ist Marie müde aber sie weigert sich erfolgreich einzuschlafen. Stattdessen haben wir sie ein maulendes Kind. Naja hilft Nix. Mit Musik und Spielzeug bleibt sie wach und schläft ein sobald wir am Parkplatz loslaufen.
Wir laufen einmal durch die Stadt zum Strand und dann auf die kleine vorgelagerte Insel mit Festung. Auch hier ist ganz deutlich noch Winter und vieles geschlossen. Aber einige harte springen schon ins Meer und liegen am Strand. Kann man bei 20 grad schon machen aber für uns ist das Nix. Wenn wir uns das ganze aber mit 100.000 Touristen vorstellen haben wir auch keine Lust drauf. Dazu sind wir doch zu menschenscheu.
Die Stadt zählt sich zu den schönsten Dörfern Spaniens. Hat nur 8.000 Einwohner und wird im Sommer mit bis zu 150.000 Touristen überrannt. Dementsprechend sind hier ein Hotel neben dem anderen und alles noch verschlossen.
Der Ort war bereits im ersten Jahrhundert vor Christus besiedelt. Die Lage am Meer auf der kleinen felsigen Halbinsel gut zu verteidigen.
Highlight ist die Festung auf der Halbinsel. Die zwischen 1294 und 1307 erbaute Burg thront 64 Meter über dem Meeresspiegel und wurde auf den Ruinen einer arabischen Festung errichtet. Sie ist nach der Alhambra eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens. Heut hatten wir sie aber fast für uns. Die zehn anderen Menschen waren völlig akzeptabel.
Die Festung wurde dann zu einem Papstresidenz. Wie auch in Avignon handelte es sich hier um einen Gegenpapst. Papst Benedikt XIII (Papst Luna, hat aber nichts mit dem Mond zu tun) hat sich diesen Sitz ausgewählt und ist dort verstorben (im 14.Jhd. im Alter von 90 Jahren!). Wirklich viel sieht man nicht mehr. Ein paar alte Gefäße und eine alte Bibel, die Küche und die Schreibstube.
Insgesamt ist alles wirklich in gutem Zustand.
Der ein oder andere ist hier wegen der Serie „Game oft Thrones“, da hat sich die Festung anscheinend gut als Filmkulisse gemacht.
Wir bummeln noch ein bisschen durch die kleinen Gassen und machen uns dann auf den Rückweg. Ein netter Ausflug. Noch schnell einkaufen und dann einen Platz für die Nacht suchen. Da es zu spät für eine weite Strecke ist stellen wir uns auf unseren Parkplatz zurück neben viele andere Camper und machen was zum Essen und bereiten uns auf die Nacht vor