Tag 9 - Ab ans Meer ...

Die Nacht war ruhig. Bzw so weit man mit Erkältung und Husten im Camper ruhig schläft.
Die Franzosen mit ihrem kaputten Auto stehen auch noch da, aber immerhin springt es dank unserem Kabel wieder an. Nachdem wir nicht weiter helfen können machen wir uns nach ganz viel Spielen im Bett auf den Weg weiter Richtung Süden.

Zwischenstopp für den Mittagsschlaf ist Beziers. Eine Kleinstadt mit mittelalterlichen Stadtkern hoch oben auf den Hügel. Natürlich parken wir unten 😂 mit dem Camper testen wir selten in alte Dörfer rein fahren und ich habe mich schon wieder tausend Treppenstufen steigen sehen. Aber wir wurden überrascht. Es gab einen barrierefreien Weg mit vier Aufzügen nach oben. Faul wie wir heute waren haben wir die auch genommen und kamen ganz entspannt oben an. Wir landeten direkt bei der Kathedrale. Auch wieder ein gigantisches Bauwerk und Blickfang der Stadt.

ca. 2000 Jahre alte Olive

Ansonsten sind wir ein bisschen durch die alten Gassen geschlendert. Viele alte Häuser, einige wenige Geschäfte, viele verschlossene Türen und Fenster. Aber es wurde Musik angespielt, die über einen Bewegungsmelder gestartet wurde. Dazu hingen Blumenkästen an den Laternen. Sie geben sich Mühe. Nach einem Stopp beim Bäcker für ein Feigenbaguette und ein Törtchen gehen wir zurück zum Camper.

Zeit zum Mittagessen und spielen für Marie.

Nachdem wir hier nicht übernachten können müssen wir nochmal los. Wir suchen uns einen Stellplatz am Meer aus bzw. An einem Brackwassersee/Feuchtgebiet das vom Meer mit Wasser versorgt ist. Die Lage sieht genial aus und ich freu mich drauf.
Kurz vor dem Ziel, als wir in das Feuchtgebiet kommen, ist die Straße gesperrt wegen Überflutung. So ein Mist. Also alles wieder zurück und eine Umleitung suchen. Die Umleitung führt uns ein Stück weiter ins Landesinnere durch eine Fläche mit verbrannten Bäumen. Hier muss es erst im letzten Sommer gebrannt haben. Dann kommt wieder ein Schild gesperrt bei Überflutung. Aber der Bach ist für uns befahrbar. Also durch. Kurz danach ragt ein Baum auf die Straße. Hier kommen wir nicht durch, der war ab ca. 2,2m Höhe so breit wie die Straße…. Also rückwärts wieder durch den Bach und bis zur nächsten Möglichkeit zu wenden. Also auch diese Strecke alles wieder zurück. Wir könnten den Stellplatz noch über eine andere Strecke anfahren aber vermutlich ist auch das wegen Überflutung gesperrt. Bevor wir wieder wenden müssen suchen wir uns einen anderen Platz ein Stück weiter im Süden direkt am Strand. Den erreichen wir auch problemlos. Er ist mega hässlich. Einfach eine frisch asphaltierte Fläche mit Zaun und Schranke und Stromanschluss und Wasser. Ohne Toilette und sonstige Versorgung. Aber wir stehen sicher gegenüber ist ein McDonalds, falls die Versuchung groß wird und wir sind in fünf Minuten am Strand.

Pyrenäen im Hintergrund
Freibad in Winterpause

Etwas windig ist es hier. Aber im Camper stört das nicht weiter.

Den Ursprünglichen Plan, vom gestrigen See die schöne Stadt Carcassonne zu besuchen, haben wir aufgrund der starken Regenfälle in der Region sowie den weiteren Weg durch die Pyrenäen oder Andorra verworfen.

Inzwischen nimmt der Wind zu, obwohl wir günstig hinter dem Kinogebäude stehen. Es wackelt inzwischen schon ordentlich.