Tag 18 - Heute mal im Stau...
Heute hatten wir eine längere Etappe geplant. 160 km und knapp zwei Stunden Fahrt.
Damit das auch gut gelaunt klappt, sind wir nach dem Frühstück erstmal an den Strand. Allerdings sind es früh nur 10 grad mit Sonnenschein und es ist noch sehr frisch. An einem windgeschützten Ort nah an der Düne spielen wir ein bisschen im Sand. Nachdem wir durchgefroren waren und Marie eisige Füße und Hände hatte, sind wir zurück zum Auto. Einmal an der Stranddusche Füße säubern, hat Robert den ersten Wiedehopf endeckt, den ich in freier Wildbahn gesehen habe. Kurz danach geht’s auch schon los.
Heute hatten wir den ersten Stau auf der Autobahn. Dann gleich mit Vollsperrung. Lustig und mit LED-Schild angekündigt: rotes Dreieck und in der Mitte ein Auto, welches auf der Fahrerseite lag. Im Stau merkt man schon einige Eigenheiten der Spanier: wir waren von 2 Spuren auf der linken. Rechts neben uns standen schon die LKWs, wir hatten noch ca. 500m freie Fahrt. Da zieht plötzlich ein stehender LKW von rechts raus und macht die Rettungsgasse dicht. Etwas später bemerkten wir, warum. Die Spanier nutzten den Stau, um dort ihre Baustelle aufzubauen. Es kam ein Transporter, da saßen 2 Leute hinten drauf, die dann links wie rechts ihre Baustellenschilder, 100, 80, 60 aufbauen konnten. Der LKW vor uns hatte ihnen Deckung gegeben, dass sie schön unfallfrei über die Bahn gehen konnten. Zum Glück waren wir vor der letzten Abfahrt und wurden von der Polizei runter geleitet. Es hat zum Glück eine gute Umleitung über eine parallele Landstraße und dann eine parallele Autobahn. Daher haben wir nicht mega viel Zeit verloren.
Marie übt derweil „wie bekomme ich Omas Mütze wohl am besten ausgeleiert???“
Unser Ziel ist heute ein Stellplatz im Landesinneren. Er wurde uns von anderen Reisenden empfohlen. Er liegt am Rand des Dorfes im grünen. Bietet viel Platz und ist sehr gut besucht. Wir bekommen einen schönen Platz und entspannen den restlichen Nachmittag. Ein bisschen spazieren (Marie hat natürlich nicht geschlafen) und dann spielen.
Wir verbringen die Nacht zwischen Olivenbaumplantagen, Brieftaubenclubs, die so bunte Tauben haben, dass Robert sie beim Überflug fast für Papageien hielt (haben teils rosanes und grünes Gefieder), und an einer Staumauer, die das Wasser hinter uns hält. Insgesamt ist es hier schon ziemlich trocken.
Schon wieder ein Tag vorbei. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell.