Tag 51 - Erste Bootsfahrt auf hoher See

Wir starten und wollen eine der schönsten Wanderungen an der Steilküste der Algarve unternehmen. Es sind nur 10 km vom Campingplatz aus und auf der Karte sind viele Parkplätze eingezeichnet. Doch bestimmt 1 km vor dem ersten Parkplatz steht an der Straße das Schild: Durchfahrt für Wohnmobile (und Wohnwagen) verboten. Mhpf. Dann probieren wir halt die nächste Bucht mit dem nächsten Parkplatz. Selbes Spiel. Nicht nur der Parkplatz ist für uns verboten, sondern gleich die ganze Straße die uns überhaupt hin bringt. Wir testen eine dritte. Aber auch da ist es verboten. Na toll. Wir halten erstmal an einer kleinen Schotterfläche. Von hier ist es zum Laufen aber auch einfach noch zu weit und wir sind direkt hinter dem Schild Wohnmobil verboten. Nachdem Marie Hunger hat bekommt sie erstmal essen. Dann schläft sie auch noch ein. Ich entscheide wir lassen sie schlafen und bleiben stehen und Lukas fährt allein zum Strand und läuft das geplante Stück und guckt sich das ganze mal an. Marie wacht nach 45 min wieder auf. Wir entscheiden das Verbot zu akzeptieren und fahren zurück in die Stadt und gehen einkaufen. Wir treffen uns mit Lukas dann am Campingplatz zum Mittagessen wieder (wir haben eine zweite Nacht gebucht, da es hier schön und preiswert ist). Am Nachmittag laufen wir in die Stadt hinein und suchen nach einer Bootfahrt die uns zu den bekannten Höhlen hier an der Küste bringt und Marie mitnimmt. Daheim hatte ich schonmal gesucht aber da waren Säuglinge oft verboten oder es stand nix dazu. Auf einem Schlauchboot macht sich ein Kind vermutlich auch nicht sonderlich gut. Wir finden Aurora Bootsfahrt, die fahren mit einem kleinen Motorboot und nehmen uns mit. Der Ticketverkäufer meinte zwar heut sind paar mehr Wellen, er weiß nicht, ob er es uns empfiehlt, aber sie nehmen uns mit Kind mit. Somit buchen wir eine Tour. 15 Uhr geht unser Boot am Strand. Es ist Dreiviertel und er schickt uns direkt zur Einweisung, eine junge Frau die uns Schwimmwesten verteilt. Wir bekommen auch eine für Marie. Wir überlegen wie wir das jetzt geschickt machen. Final hab ich Marie in der Trage und die Schwimmweste um uns beide. Die für Marie müssen wir mit aufs Boot nehmen-für die Not (Regeln halt…) wobei ich echt nicht weiß, was die bringt, wenn wir über Bord gegangen sind. Aber egal. Ein Traktor schiebt unser Boot mit uns ins Wasser. Dann Düsen wir los. Wir fahren 15 Höhlen an der Küste ab. Wir bekommen zu jeder den Namen und eine Geschichte erzählt. Unser Guide ist sehr nett und spricht gut englisch. Das Boot schaukelt echt ordentlich in den Wellen. Marie schläft zwischendurch immer mal ein. Dann guckt sie wieder. Dann kuschelt sie sich lieber wieder an mich dran. Die Küste ist schön, steile Wände, Höhlen, Möven. Insgesamt doch sehr cool. Nach einer Stunde kommen wir wieder am Strand an. Wir nehmen Schwung und fahren Vollgas auf den Strand und bleiben im Sand stecken. Dann können wir aussteigen, ohne nasse Füße und der Traktor kann das Boot noch ein Stück weiter raus ziehen. Wir hatten übrigens die Tour privat. Kam kein anderer Tourist mit. Ist echt noch Nebensaison. Mir ist schlecht. Dem Rest geht’s gut. Marie hat Hunger. Passt somit 😁 erste Bootsfahrt ein voller Erfolg und dann auch noch draußen auf dem Meer. Trotz holprigen Vormittag war der Nachmittag echt schön so.