Tag 43 - Cádiz: eine der schönsten Städte der Welt?
Als wir nach dem Frühstück aus dem Auto steigen stehen wir mitten in einer Laufveranstaltung 🙈 es ist kurz vor 10 Uhr. Es kommen viele Läufer an uns vorbei. Die Polizei sperrt die Straße ab und leitet alle den richtigen Weg an den Strand. Robert bekommt direkt Gelüste mit zu laufen 😂 müssen wir ihm wohl doch noch ein Rennen hier im Süden suchen. Wir gehen nochmal runter an den Sandstrand und machen ein paar Bilder und lauschen den Wellen. Gestern Abend kam noch ein Wiedehopf vorbei aber her morgen leider nicht. So ein Bild wäre schon noch was schönes, mal sehen ob es im Urlaub noch klappt.
Dann machen wir uns auf den Weg nach Cádiz. Dort wollen wir uns mit (Onkel) Lukas am Parkplatz treffen. Wir fahren mit etwas Puffer los und hoffen auf freie Plätze. Die Stadt soll eine der schönsten der Welt sein. Naja wir stehen ja grundsätzlich nicht so auf Städte und eher auf Natur und Berge, mal sehen wie am Ende unser Fazit ausfällt. Beim reinfahren haben wir zumindest schönen Strand auf der einen Seite und viele hohe Häuser. Alles alt und Sanierungsbedürftig von außen. Wir erreichen unseren Parkplatz problemlos (keine engen oder niedrigen Gassen) und bekommen auch einen Platz. Ist nicht so voll wie die Bewertungen auf Google Maps haben erwarten lassen. Wir stehen direkt am Meer und haben tolle Aussicht. Lukas kommt kurz nach uns an und steht ganz in der Nähe ein paar Autos weiter auch direkt am Meer. Nachdem alle was zu Mittag gegessen haben spazieren wir in die Stadt. Es geht das erste Stück am Strand entlang zu einer kleinen Festungsanlage, danach zu einem auf einer Insel vorgelagerten Castillo. Alles ist schon ordentlich in die Jahre gekommen und bröckelt hier und da. Wir lernen über die Geschichte der Stadt, dass diese 1947 durch eine Explosion stark zerstört wurde. Es ist ein Munitionslager (u.a. 200t TNT) des Franco-Regimes am Hafen explodiert (Ursache: alte deutsche Munition, die überlagert war in Kombination mit unsachgemäßer Lagerung) und dabei ganz vieles anderes mit kaputt gegangen. Zum Glück hat die Stadtmauer die Druckwelle gegenüber der Bevölkerung etwas abfangen können. Die Explosion hat man wohl bis nach Ceuta (Afrika) gesehen.
Wir spazieren dann am Strand weiter bis zur Kathedrale. Von dort in die Innenstadt. Wir laufen von Park zu Park durch verschiedene Gassen. Die größeren Gassen sind mit Cafés und Restaurants und Menschen gefüllt. Andere komplett leer. Die Kathedrale ist schon sehr beeindruckend und schön. Aber auch das Rathaus und einige andere Gebäude sind schön gestaltet. Das letzte Ziel ist der botanische Garten. Von dem bin ich aber ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Es sind zwar einige alte und viele verschiedene Bäume da, aber irgendwie hatte ich mir mehr erhofft. Robert war von den riesigen Gummibäumen beeindruckt. Nach dieser Runde gehen wir zurück zum Auto und Marie kann sich austoben. Die Nacht bleiben wir hier stehen, da das extra für Wohnmobile erlaubt ist. Wir kochen und essen das erste Mal zu viert 😁 Lukas muss sich jetzt an den Rhythmus mit Kind gewöhnen und kann mit uns um 19 Uhr ins Bett. Da ist noch nichtmal die Sonne untergegangen 😂 ab jetzt sind wir bis Ostern mit Lukas gemeinsam unterwegs.
So noch das Fazit zur Stadt: es ist für mich bisher die schönste Stadt in Spanien die wir hatten, es ist relativ modern und die Leute kümmern sich, die Altstadt war schön und lebendig. Hier wohnen würd ich aber trotzdem nicht wollen, viel zu groß. Wir haben aber auch einige andere größere Städte weg gelassen, sodass wir es nicht mit allem vergleichen können. Es war auf jeden Fall ein entspannter Tag und die Stadt stresst einen nicht so sehr wie das andere Städte machen. Daher eine Empfehlung wenn man in der Ecke ist, aber extra her fahren würd ich dafür trotzdem nicht.











