Tag 57 - Besteigung des Torre de Estrela - der höchste Berg Festlandportugsls
Nach dem Frühstück verabschieden wir Lukas. Der muss sich auf den Rückweg machen um entspannt vor dem nächsten Arbeitstermin wieder daheim ankommen zu können. Gute Reise.
Der Reifen ist nicht platt aber auch nicht ganz voll, er verliert immer noch irgendwo Luft. Puh. Wir pumpen also nochmal auf und dann fährt er los. Solang er fährt ist das alles kein Problem. Übernachten muss er in der Nähe einer Tankstelle mit Pumpe und sich evtl. im Baumarkt einen Kompressor besorgen. Unsere geben wir ungern mit, weil genau dann wir einen Platten haben und festsitzen… naja wird schon klappen.
Es ist ja Ostersonntag und das wird hier mit Böllern und Kanonen gefeiert. Am Vormittag gibt es immer wieder Böller und Kirchenglocken. Was auch immer sie genau tun es ist auf jeden Fall laut und hallt durch das Tal. Da wir nicht zur Kirche gehen, bekommen wir es nur aus der Ferne mit. Ist aber ok so.
Wir verbringen dann den Vormittag auf dem Campingplatz. Robert geht eine Runde laufen und erkundet den nächsten Berg. Marie schläft, spielt, schläft. Da Robert die Berge so mäßig finden entscheiden wir nicht hier stehen zu bleiben sondern das Gebiet mit dem Auto zu erkunden und dann weiter zu entscheiden. Der Naturpark Sierra de Estrela hat laut Wanderführer einiges zu bieten. Allerdings ist auf der Ostseite vor nicht allzulanger Zeit aller Wald abgebrannt und die Forstleute haben neue Wege angelegt. Von schönen Wanderwegen scheint hier wenig übrig geblieben. Wir fahren als erstes einen Wasserfall an. Die Straße dort hin ist abenteuerlich klein, aber wir schaffen es. Der Wasserfall ist nett und wir gehen ein paar Schritte spazieren.
Dann fahren wir zum höchsten Berg von Festland Portugal. Das ist zwar optisch eher ein Hügel, aber trotzdem der höchste Punkt mit seinen 1993m. Man kann bis hoch fahren und den Gipfel in einem Kreisverkehr umrunden. Oben liegt noch Schnee. Der Verkaufsschlager sind Schlitten und Kuhfelle 😁 Marie schläft nochmal ein und wir gucken ein bisschen in die Gegend. Der Ausblick ist wirklich extrem weit und schön. Oben stehen noch zwei defekte Radiostationen, ein Supermercado, ein verlassenes Kurhotel und ein Turm (Torre), der mehr als 7m hoch ist, um die 2000m zu knacken.
Man kann auf der Hochebene einige Wanderungen unternehmen. Allerdings sind die alle recht weit und Marie wäre den ganzen Tag in der Trage. Die Landschaft ist nett, aber nicht so überzeugend dass wir das morgen machen wollen (plus gibt es hier keine Möglichkeit zu übernachten und wir müssten aus dem Park raus auf den Campingplatz und morgen neu rein fahren). Somit fahren wir einfach die schönste Route durch den Park mit vielen Ausblicken und an der Westseite nach Norden wieder raus. Von da geht es dann morgen weiter.
Fazit: wir hatten eine sehr einfache Gipfelbesteigung auf einen sehr unspektakulären Berg mit netter Aussicht. Nix was einen Besuch in Portugal wirklich lohnenswert macht und uns nochmal kommen lässt. Aber nett für einen Osternachmittag.


