Tag 63 - Auf nach Spanien ans Meer
In den Bergen soll das Wetter die nächsten Tage echt durchwachsen werden. Es hat die Nacht und den morgen immer wieder geregnet. Als wir unser Rollo hoch machen werden wir von zwei Pferden mit einem Fohlen begrüßt. Das ist doch auch mal schön. Schlangen brauche ich bei 10 grad und Regen wohl nicht suchen. Nachdem ich gestern nicht mehr duschen war, teste ich das heute. Robert war gestern nicht vom duschen begeistert nachdem ein paar Spinnen und hunderte Stechtiere da waren. Aber die Damen Dusche ist ok und halbwegs Spinnenfrei. Es gibt sogar heißes Wasser. Als ich zurück komme ist großes Geschrei und Robert hat das Kind in die Trage gebracht. Oh je. Da muss es schon viel Drama sein… der Versuch, Marie zum Einschlafen zu bringen, gelingt nicht. Somit fahren wir dann halt doch einfach los. Da ist sie auch wieder friedlich. Was auch immer das war. Wenn sie halt nur endlich reden könnt und man wüsste was es ist.
Wir fahren ein Stück am Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien entlang. Auf spanischer Seite gibt es ganz viele heiße Quellen laut Karte und viele Stellplätze. Aber wohl das meiste noch geschlossen. Sehr schade. Aber das lockt uns dann direkt ans Meer. Bevor es an den Strand geht stoppen wir beim Aldi und Marie schläft beim einkaufen ein. Dann fahren wir an einen Strand zur Mittagspause. In Spanien gibt es gefühlt an jedem Strand einen großen Parkplatz mit einem extra reservierten Bereich für Wohnmobile. Mega gut, nachdem an den Straßen Parkverbote für Wohnmobile stehen. Wir stehen mit Blick aufs Meer. Der Strand ist ein großer Sandstrand. Im Hintergrund ein unscheinbares Dorf. Allerdings geht echt starker Wind und wir haben im Auto alles voller Sand. Permanent zieht Sand vom Strand auf die Ortschaft. So ist das wohl am Atlantik mit Sandstrand. Wunderschön aber windig und überall ist Sand.
Wir machen noch ein paar Bilder. Dann fahren wir weiter zur nächsten Bucht. Den Strand hat der Reiseführer empfohlen. Auch hier bekommen wir einen Parkplatz und es gibt einen Bereich für Wohnmobile. Echt gut. Auch hier haben wir Blick auf den Strand. Wir gehen ein bisschen spazieren und sammeln Sepia Schalen für die Schildkröten. Beziehungsweise Marie geht mit mir spazieren. Robert verkrümelt sich ins Wohnmobil und versteckt sich vor dem Wind und kann dabei die Kitesurfer beobachten. Wir überlegen hier die Nacht zu verbringen, aber Robert ist es zu windig (wenn der etwas dreht, wackelt das Wohnmobil sehr und die Windgeräusche sind so schon zu laut zum Schlafen). Somit fahren wir nochmal ein Stück weiter. Dabei müssen wir durch die Stadt Vigo. Ich sag euch: nehmt die Autobahn und zahlt Maut und nehmt einen Stellplatz später nach der Stadt. Ich hab einen direkt nach der Stadt gewählt weil da eine Bucht nach innen geht und der Wind hoffentlich nicht so weht (ist auch so als wir ankommen). Aber dafür müssen wir durch die Stadt ohne Autobahn… braucht man nicht. Es ist zwar kein Stau und der Verkehr fließt. Aber es ist unglaublich hässlich. Nur so 10 stöckige Wohnblöcke mit hässlichen Fassaden aneinander gereiht. Alles alt und hässlich. Gefühlt wie in Erfurt am Herrenberg oder am Roten Berg. Blick aufs Meer gibt es auch keinen. Dazu eine blöde Baustelle. Immer wieder gibt es Unterführungen und tausend Kreisverkehre. Verkehrsschilder eher grobe Anhalte, dazu Radweg auf der Straße… Ehrlich gesagt ist der Übergang zur nächsten Stadt fließend. Wenn die Karte nicht einen anderen Namen hätte, würden wir es nicht mitbekommen. Verrückt ist auch, dass sie uns mit 90 durch die Ortschaft (mit vielen Haus-Ausfahrten oder Bushaltestellen) rasen lassen aber dann Schilder aufstellen „Achtung Wanderer auf dem Jackobsweg“. Der Teil des Jakobswegs ist auf jeden Fall hässlich und es geht so lang entlang der Straße. Den will doch kein Mensch freiwillig wandern. Wir sind erstmal abgeschreckt. Da gibt es definitiv schönere Langstrecken-Wanderwege. Unser Stellplatz für die Nacht liegt direkt am Meer (das bei Ebbe stinkt) und neben einem Spielplatz (Samstag Abend ist hier noch echt viel los). Das ist auch ein entspannter Platz für die Nacht.