Tag 47 - Auf nach Portugal

Wir starten nach dem Frühstück und fahren nach Portugal rüber. Da wir auf einer Autobahn die Grenze wechseln kommen wir als erstes an ein Schild „Ausländer rechts rausfahren“. Machen wir das wohl mal. Auf der Ausfahrt kommen wir an einen Automaten bei dem wir uns für die digitale Maut registrieren können (aber wohl nicht müssen) und unsere Kreditkarte hinterlegen können. Damit wird alles automatisch bezahlt und wir brauchen kein Bargeld an einem Schalter. Da wir nicht wissen, ob wir viel Autobahn fahren oder nicht, machen wir das mal. Wenn wir es nicht brauchen ist auch egal. Ansonsten gibt es keine Grenzkontrolle – ist ja alles EU und einen Vorteil muss das ja haben.

Unser erster Stopp ist recht nah an der Grenze ein kleines Vogelschutzgebiet. Der Wanderführer hat eine größere Runde empfohlen. Die ist mir zu lang und ich hab nur einen kleinen Beobachtungspunkt gewählt. Lukas steht schon dort und wir sind irgendwie zu blöd die Einfahrt zu nehmen und fahren dran vorbei. Marie schreit wie am Spieß, macht die Navigation nicht einfacher. Wunderbar. Wir parken dann ein paar Meter weg und laufen mit zum Spot (die Einfahrt war nur aus einer Richtung offiziell zu nehmen und wir hätten ewig zum nächsten Kreisverkehr zum wenden fahren müssen). Allerdings sind echt wenig Vögel da. Dazu irgendwie eine Baustelle. So richtig schlau werden wir aus dem ganzen nicht. Ein Naturschwimmbad soll auch da sein. Naja wir gucken uns ein bisschen um und drehen ne kleine Runde um die Brackwasserbecken. Marie schläft. Ganz ungewöhnlich, da sie eigentlich nur noch Mittagsschlaf macht und nicht um 10 Uhr mehr Schlaf braucht. Aber nach dem ganzen Geschrei im Auto ist sie müde. Es scheint auch als kommt jetzt oben der erste Zahn und das Kind ist wehleidig.

Dann geht’s auch schon weiter. Ziel ist Tavira, angeblich das Venedig Portugals. Eine kleine Stadt ein bisschen hinter das Meer zurückgezogen und von Feuchtflächen vom Meer abgetrennt. Ich wollte eigentlich am Markt parken, da sind große Parkplätze und alles frei. Aber ein Teil hat eine Höhenbegrenzung und der andere das Schild Wohnmobil parken verboten. Toll. Geht ja gut los. Wir essen erstmal zu Mittag (Marie schreit und hat Hunger, dass muss als Argument zählen länger als drei Minuten zu halten). Wir suchen neu und versuchen es an einem anderen Parkplatz nochmal. Da haben wir mehr Erfolg und stehen mit zwei anderen Wohnmobilen am Straßenrand. Von dort laufen wir in die Innenstadt. Wir finden eine alte Brücke, ein Castillo, mehrere Kirchen, ein paar Straßen mit Geschäften und Cafés. Wir sind recht schnell einmal das Zentrum abgelaufen. Robert fragt mich ungläubig, ob es das jetzt schon war 😂 Jep. Das war’s. Wir holen uns noch eine Kugel Eis (2,70€ pro Kugel 🙃) und setzen uns in den Park in den Schatten. Wetterbericht sagt 25 Grad und Sonne für heute. Danach bummeln wir gemütlich zurück. Marie hat wie immer alles verschlafen (aber mir mein Eis auch nicht streitig gemacht).

Weiterer Tagesverlauf ist heut noch ein bisschen Autowandern. Wir wollen aus der Stadt raus und fahren ein Stück ins Hinterland durch die „Berge“. Es sind zwar eher Hügel als Berge, aber trotzdem gefällt es Robert gleich viel besser als der Strand. Die Aussicht ist nett und es ist ziemlich wenig besiedelt und viel Natur. Wir machen dann an einer Quelle Pause. Da es uns hier spontan gut gefällt beschließen wir die Nacht hier zu stehen. Wir gehen ein bisschen spazieren. Sammeln ein bisschen Korkrinde von Korkeichen und verbringen den Nachmittag im Schatten. Robert tauscht nochmal Schrauben an der Batterie (die wir gestern im Baumarkt gekauft haben). Zum Abendessen testen wir, ob kochen nun wieder elektrisch geht. Fazit: ja es geht, das Kabel und der plus Pol werden immer noch warm, aber nicht Ultra heiß. Wir müssen es einfach im Auge behalten und eher kurze und einfache Dinge kochen, aber wir können es verwenden 👍