Tag 83 - Carcassonne
Wir verlassen heut die Berge (L’Hospitalet-près-l’Andorre) Richtung Heimat. Ein bisschen traurig sind wir schon. Bei uns im Tal scheint die Sonne, wir sind kurzzeitig versucht doch nochmal rein zu fahren und zu wandern, aber in den Bergen hängen die Wolken bereits dicht. Somit fahren wir doch einfach weiter. Beziehungsweise starten wir den Tag mit Wäsche waschen. Nachdem die anderen alle gestern Abend gewaschen haben, ist heut morgen alles frei für uns. Die Wäsche wäscht während wir frühstücken. Unser heutiges Ziel ist dann Carcassonne. Es ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Festungsstädte Europas, UNESCO-Weltkulturerbe und berühmt für ihre doppelte Ringmauer mit 52 Türmen. Es gibt einen extra Wohnmobilparkplatz nah am Zentrum den wir ansteuern. Wir bekommen problemlos einen Platz und essen erstmal zu Mittag. Dann geht’s auf zur Stadt. Uns erwartet eine bombastische Festung, viele Türme, eine extra dicke Stadtmauer, eine Brücke über die man zur zweiten Stadtmauer kommt und dann durch einen Torbogen ins Zentrum. Mitten in der Stadt wollen wir eigentlich in die Burganlage, aber die ist heute geschlossen aufgrund einer Laufveranstaltung. Tatsächlich sind neben den ganz vielen Touristen auch einige Läufer da. Robert bekommt direkt Lust mit zu laufen, aber wir sind eine Viertelstunde vor Start dort. So spontan wird das leider nix. Wir bummeln ein bisschen durch die Gassen. Die Gebäude in der Stadt sind leider überhaupt nicht so schön wie die Festung an sich. Alles recht unscheinbar, teilweise am zerbröckeln und nicht aufeinander abgestimmt. Wir finden nicht so richtig Fotomotive. Zudem ist Robert abgelenkt vom Lauf. Wir stehen an mehreren Streckenpunkten und beobachten die Läufer. Der Lauf geht auf einer 2,5 km Runde immerzu um die Festung. Eine Gruppe läuft 10 km (also vier Runden), daneben gibt es einen zwei Stunden und einen vier Stunden Lauf. Das heißt die laufen immerzu im Kreis. Die schnellen Läufer kommen alle fünf Minuten an uns vorbei. Nachdem wir während Marie schläft an einer Stelle stehen, kennen wir danach fast alle Läufer 😂 aber da war’s ruhig und nicht so voll wie überall im Zentrum. Am Abend essen wir in einem kleinen Café mit Garten zu Abend und gönnen uns einen Nachtisch. Marie teilt mit mir einen Nutella-Crep und Robert hat ein Kiwi-Eis. Beides sehr lecker und Marie wird wohl ein Freund der französischen Küche (die isst einfach alles).