Tag 58 - Paiva Walkway und die längste Hängebrücke Portugals

Da wir uns gestern gegen eine lange Wanderung auf der Hochebene entschieden haben, fahren wir weiter nach Norden. Unser Ziel ist Arouca, eine kleine Stadt im Naturpark Rio Paiva. Das ganze Gebiet ist auch ein Geopark. Da ich online kein Ticket kaufen kann (die Seite ist nicht sicher für einen deutschen Browser), versuchen wir es an einer Touristeninformation. Der Mann ist sehr nett und nennt uns die Highlights. Wir können bei ihm auch ein Ticket für morgen kaufen, aber da regnet es. Da meint er wir sollen doch jetzt gleich gehen, heut ist das Wetter noch gut. Wir haben 26 Grad und Wolken. Also machen wir das spontan, statt einen Tag Pause. Es sind noch 20 min Fahrt zum Beginn der Wanderung. Wir parken oben auf einem Berg und müssen erstmal ganz hinunter zum Fluss Paiva. An dem Fluss entlang geht unser Wanderweg 4,5 km entlang (und die gleiche Strecke wieder zurück). Es geht erstmal stetig leicht bergauf. Dann kommen Treppen. Und zwar viele Treppen 😂 laut Internet so um die 500 Stufen. Also hoch mit uns.

Oben können wir ein Ticket kaufen (in der Touristinfo geht das nur für die Zukunft und nicht für den gleichen Tag – warum auch immer). Dann weiter im Tal entlang. Wir bestaunen die Hängebrücke, auf die wir mit Marie nicht drauf dürfen und für die wir ein Ticket auch nicht vor Ort sondern nur online kaufen können… frag man sich warum…. Also bestaunen wir die Brücke nur von der Seite. Dann gehts tausend Treppenstufen wieder nach unten (ok ganz so viele sind es nicht, aber viele). Nach den Stufen gehen wir über einen Holzsteg immer weiter bergab. Nach den 4,5 km sind wir wieder am Fluss unten und können eine Pause am Strand einlegen. Ursprünglich ging der Weg nochmal 4,5 km länger, aber der Steg/Weg wurde bei einem Waldbrand zerstört und ist noch nicht wiederhergestellt. Somit wenden wir nach einer Pause und müssen das alles wieder hoch… (alternativ gibt es Taxis zurück). Natürlich laufen wir, so haben wir nochmal Blick auf den Fluss und das Tal aus der anderen Seite. Auch schön. Etwas kaputt kommen wir dann wieder oben an der Hängebrücke an und dürfen dann wieder runter zum Fluss. Ein auf und ab sag ich euch. Auf den letzten Metern fängt es das nieseln an und wir müssen ja vom Fluss wieder den Berg hoch zum Parkplatz. Wir haben Mega Glück und ein Taxi startet seinen Weg in den Feierabend. Eine Frau sitzt am Steuer und hält neben uns an und fragt ob wir hoch zum Parkplatz müssen – jap müssen wir – da bietet sie uns an uns ein Stück mit hoch zu nehmen, kostenlos. Da ich recht platt bin und der Regen kommt nehmen wir das Angebot dankend an. An der Einfahrt zu unserem Parkplatz lässt sie uns raus. Als wir ihr doch was für die Fahrt geben wollen wehrt sie ab und sagt, dass ist ihre gute Tag für den Tag. Wir mussten uns mit Kind nicht hoch arbeiten und sie hat uns gern geholfen. Somit bedanken wir uns herzlich und haben bestimmt eine halbe Stunde oder mehr Zeit gespart und kommen noch im hellen am Auto an. Marie darf sich jetzt nochmal austoben, die hatte in der trage schon Bewegungsdrang und hatte viel Milch. Wir kochen Nudeln mit Spinat und Marie isst fleißig mit. Ich sag euch wenn wir wieder bei euch sind, wirds lustig mit Essen 😂 alles wird mit Fingern verspeist – auch Nudeln mit Spinat, dafür haben wir nur zwei Flecken am Outfit, eigentlich gar nicht so schlecht 😂 somit beenden wir den Tag mit Quatsch im Bett ohne Spinat.

Flusstal mit Hängebrücke oben rechts
Hinten hatten wir unsere kleine Hängebrücke
Und wieder über den Berg (mit neuer Trageweise von Marie)
Auf der Hinfahrt war Franzi fertig: Marie warf sämtliches Spielzeug weg und wählte die kurvenreiche Bergroute
Am Ende des Tages ging es ihr aber wieder viel besser 🙂