Tag 29 - Rumgegurkt und rumgeturnt ...
Die Nacht in den Bergen war durchwachsen. Wir standen auf einen Parkplatz relativ nah an der Straße. Da die Straße eine Sackgasse ist in das letzte Dorf mit dem Skigebiet, dachte ich, es wird ruhig, wenn die Lifte geschlossen haben. Aber Spanier fahren noch ganz schön lange heim und es war lang Verkehr. Aber egal. So standen wir super mit toller Aussicht auf die Berge.
Als wir am Morgen aufgewacht sind hatten wir Sonnenschein und blauen Himmel und schneebedeckte Berge. Es kreisen Vögel und die Aussicht ist top.
Wir überlegen kurz ob wir irgendwie im Schnee eine Aktivität unternehmen sollen. Es werden hier direkt an der Straße Poporutscher und Bobschlitten verkauft. Und Sonnenbrillen. Aber wir haben Nix für den Schnee an Klamotten dabei und Marie ist auch einfach noch zu klein um auf meinem Schoß mit dem Poporutscher den Abhang runter zu düsen. Da wir auch nicht ganz sicher sind wie gut Marie die Höhe verträgt, entscheiden wir uns, wieder etwas weiter runter zu fahren. Es gibt hier einen schönen Stausee mit einem Campingplatz. Das ist unser Ziel. (alle Spots zum frei stehen, die ich online finde haben die Bemerkung „nicht erreichbar weil Straße durch Erdrutsch nicht befahrbar ist“). Falls wir unterwegs was schönes sehen, können wir das spontan nehmen.
Unterwegs erreichen wir eine Sperrung. So kommen wir also nicht ins Tal. Dann nehmen wir halt die andere Straße. Die ist auf 2,3m begrenzt, das müsste passen, im Zweifel klappen wir die Spiegel an. Die Straße ist aber am Ende echt abenteuerlich. Super eng. Super viele Kurven. Super enge Kurven (wir kommen nicht rum und müssen in mehreren Serpentinen nochmal zurückstoßen…). Breit für ein Auto und hoffen dass Nix entgegen kommt. Dafür dürfen wir die nächsten 10km nur 20km/h fahren, damit es nicht in den engen Kurven ins Tal zu Unfällen kommt. Mehr wäre auch nur selten möglich gewesen. Aber: mir wird wenigstens nicht schlecht, wenn wir so langsam sind.
Immer wieder auf der einen Seite Felsen und auf der andern den Abhang. Aber die Ausblicke sind schön. Auch echt enge Felstunnel, danach eine weggespülte Brücke auf einem Seitenweg, da sich große Bäume darin verhedderten und ein Auto, was von der Straße runtergestürtzt ist. Locker 50m.
Robert hat eben nochmal in die technischen Daten des Autos geschaut. Breite ohne Außenspiegel passte, inkl. Außenspiegel: 2,474m.
Mit nur einem Auto, einem Motorrad und drei Fahrrädern Gegenverkehr kommen wir unten an. Der Rest der Strecke zum Campingplatz ist dann einfach. Der Platz ist sehr leer. Wir bekommen einen Stellplatz und buchen gleich für zwei Nächte. So kann Robert entspannt beide Tage laufen gehen und hat danach eine heiße Dusche (Test heute: sie ist auch wirklich heiß und sogar der Raum beheizt, was ein Luxus 😁).
Der Nachmittag vergeht mit Mittagsschlaf und spielen. Robert ist wie angedeutet eine Runde laufen.
Marie und ich haben den späten Nachmittag mit Turnen verbracht. Dazu steckt sie heute häufig die Zunge raus, versucht ihr Kinn zu erreichen und fasst auch die Zunge an.
Nach dem Abendessen geht’s dann auch einfach nur ins Bett.
Erwartet morgen Nix spektakuläres. Wir werden das Auto nicht bewegen 😁 Die Spritpreise sind hier am Samstag nochmal um ca 10 ct nach oben gesprungen. Jetzt sind wir bei 1,80€. Damit so ziemlich unser Ausgangspreis in Deutschland als wir los sind 🙈
Hier noch ein Paar mehr Bilder von Marie als gestern 😉:
Bilder zum Vergrößern anklicken.
Hier noch ein paar Eindrücke von der Laufstrecke: wildes Wetter, viele Olivenbäume, vier Berggipfel mit einigen Erdrutschen (teilweise echt sandig hier, das hält nichts) und zwei Stauseen (auch hier zum Vergrößern anklicken).

















