Tag 20 - Zurück ans Meer

Der gestrige Abend war noch eine ganze Weile laut am Fußballfeld mit vielen Trommeln und gepfeife. Irgendwann sind wir trotzdem eingeschlafen. Marie stört sowas ja nicht. Die schläft einfach. Die Nacht war ruhig und wir starten ausgeruht.

Heute geht es aus den Bergen zurück ans Meer. Unser Ziel heute: Mar Menor. Das ist ein Naturschutzgebiet (sogar ein Natura 2000 Gebiet und Vogelschutzgebiet) und dazu die größte Lagune Europas. An sich ist es Meer das von einer Sanddüne mit einer Lücke zum Meer abgegrenzt wird. Daher wirkt es wie ein See aber mit Salzwasser. Das Gebiet besteht zu 92% aus Meer und der Rest ist Düne mit viel Sand. Man darf über einige wenige Wege spazieren und es gibt immer wieder kleine Holzhütten zum Vögel beobachten. Endlich mal Wander und Natur.

Da wir am späten Vormittag (11 Uhr) dort ankommen sind, ist nicht unbedingt die beste Zeit für Vogelbeobachtung. Aber egal. Wir haben ein paar Flamingos und Möwen und andere Taucher. In den Dünen gibt es ein paar kleine Piepmätze und wir beobachten einen Falken. Ansonsten sind noch wenig Insekten und Reptilien unterwegs. Es soll ein Chamäleon dort geben. Aber wir finden keins. Am Strand blühen die Dünen wunderschön und wir können ganz entspannt einen Strand Spaziergang machen.

Mama erklärt, dass es in Südamerika viel mehr und intensiv Rosane Flamingos gibt...
Viel mehr waren es am Ende nicht ....

In dem Salzsee wird wohl Salz abgebaut (zumindest wenn wir die Strukturen richtig deuten). Da sind aber leider alle Wege gesperrt.

Nach einem Mittagessen am Meer fahren wir den restlichen Weg zum Campingplatz den wir für heute gebucht haben. Bzw genauer gesagt ist es kein Campingplatz, sondern nur ein Wohnmobilstellplatz. Betrieben von einer deutschen Frau die uns an der Rezeption empfängt. Endlich auch ein bisschen Ordnung und Struktur, wie wir es gewohnt sind. Es gibt Parkplätze zum Check in. Einen Platzplan und alle Plätze haben tatsächlich eine Nummer montiert. Zwischen jedem Platz wächst ein einzelner kleiner Busch. Es ist komplett voll. Wir haben den letzten freien Platz bekommen und eine zweite Nacht ist nicht möglich, weil es schon wieder reserviert war. Echt irre. Sie meinte September bis Mai ist sie fast immer ausgebucht. Viele stehen den ganzen Winter hier. Wäre ja Nix für uns. Aber muss jeder selbst wissen.

Wir packen die Sachen für den Strand und spazieren die 1,7 km in den Ort an den Strand. Marie nutzt die Zeit zum schlafen. An der Promenade sind ein paar Restaurants geöffnet, aber die meisten geschlossen. Komisch dafür, dass so viele Wohnmobillisten da sind. Der Wind weht ordentlich. Wir machen es uns hinter einem Sandhaufen gemütlich.

Allerdings testet Marie heut relativ schnell wie eine Hand voll Sand schmeckt. Sie merkt, dass das eine dumme Idee war. Sie hat ganz schön geschimpft. Wir waschen den Sand mit Wasser so gut es geht weg. Aber dabei wird natürlich das Outfit nass. Am Ende haben wir ein kleines Sandmonster…

Somit machen wir uns nach bereits einer halben Stunde im Sand auf den Rückweg und gehen erstmal duschen. Die sind zum Glück richtig heiß und ordentlich. Bis wir fertig sind ist auch schon wieder 17.30 Uhr. Damit nur noch Abendessen machen und ab ins Bett. Heut gibt es Burger. Der Wechselrichter funktioniert. Zumindest 10min… und die eine Seite bekommen wir gebraten. Dann gibt er leider wieder den Geist auf. Wir wechseln auf unser Gas-Backup und braten sie fertig. Immerhin satt werden wir.

PS: beachte unser stylisches Outfit „Ich bin so süß sich könnte Zucker pupsen“. Ist es nicht süß.