Tag 13 - Vulkane

Wir bleiben unserem Motto von gestern noch ein bisschen treu. Nichtstun ist auch ok. So richtig fit sind wir noch nicht, auch wenn es langsam besser wird und die Nacht gut war. Da unser nächstes Ziel eigentlich Barcelona werden soll und wir da noch ein bisschen Planung und Vorbereitung benötigen, können wir nicht spontan heut hin. Da wir hier aber auch nicht bleiben dürfen und wir einkaufen müssen, fahren wir los. Aber nur 50 km bis zum nächsten freien Platz. Da an der Küste die Nacht schon wieder ordentlich Wind kam, der das Auto schaukeln lassen hat, und die Empfehlung von anderen Deutschen war eher im Landesinneren nach Süden zu fahren anstatt direkt an der Küste, fahren wir also parallel zu den Bergen nach Westen ins Landesinnere. Unterwegs können wir ein paar Blicke auf verschneite Berge werfen. Aber wir bleiben im Süden der Berge im Warmen.

Olot ist unser Ziel. Die Stadt soll nett sein und einige erloschene Vulkane zum wandern bieten.
Nach einem kurzen Einkauf in einem Carrefour (den es in Frankreich bereits gab und dort bisher immer eine gute Auswahl hatte- der uns heute aber nicht überzeugt) und einem zweiten Stopp beim Aldi (hier fühlt man sich gleich wohl und findet sich schnell zurecht und bekommt ähnliche Dinge wie bei uns) fahren wir zu unserem Stellplatz. Hier scheint es heute nicht voll zu werden. Der Platz ist groß und drei Camper stehen da. Wir finden eine Lücke und machen es uns gemütlich. Die Motivation in der engen Stadt einen Parkplatz zu suchen hat uns bereits beim einkaufen verlassen. Die Straßen sind eng. Robert muss beim fahren unglaublich aufpassen, keinen Fußgänger mitzunehmen und auch nicht mit unserem Dach an einem Baum oder Balkon hängen zu bleiben. Die Innenstadt werden wir nicht sehen. Auch egal.

Ein bisschen spielen, ein bisschen essen. Mehr spielen. Der Versuch eines Mittagsschlafes im Bett scheitert – wie so oft. Somit dann doch am Nachmittag ein kurzer Spaziergang zu einer Kirche.

Hier sieht alles etwas anders aus. Statt mit Kalkstein hat man alles aus erloschener Lava/Basalt gebaut. Wobei: die Kirche war auch schon mal größer, siehe oben links und der Turm mit der Uhr.

Robert hat zu viel Energie und will von hier auf einen der erloschenen Vulkane wandern. Mir ist das heut zu viel. Ich Dreh mit Marie wieder um und schlendere am Bach und am Camper noch ein bisschen auf und ab bis sie aufwacht. Dann einfach weiter spielen im Bett bis zum Abendessen.

Ich (Robert) bin dann nochmal los. War nervig die Tage und es fehlte etwas die Bewegung. Wollte auf einen örtlichen, erloschenen Vulkan. Der Wanderweg war in gutem Zustand. Vorher ging es durch den alten Ortskern, aber auch hier war fast alles leerstehend, die EG’s und OG’s vermauert, aber hier mit Holzvertäfelung verziert und bemalt.
Macht es nur geringfügig besser.

Die Stimmung war irgendwie nicht so gut: Barcelona, wollten uns eigentlich die Sagrada Familia anschauen, wird wohl nichts. Einerseits hat kein offener Campingplatz noch ein Stellplatz in den nächsten Wochen, andererseits haben spanische Großstädte noch wildere Regelungen, was Umweltzonen angeht. (Wir dürften rein, da Diesel ab 2006, aber die Anmeldung und Bearbeitung dauert wohl 2 Wochen… In Valencia so ähnlich. Alle Zufahrten sind Videoüberwacht, die Strafen gehen in mehrere Hunderte Euro. Barcelona hat aber die Umweltzone nur in der Woche aktiv… (unser Auto wurde nur mit Diesel gebaut und gibt es erst seit 2014, also darf da jedes Modell rein – fahr ich da aber rein, bekomme ich eine Strafe nach Hause geschickt, weil ich mich irgendwo nicht registriert habe und die 30. Plakette von inne an die Scheibe geklebt habe…) Warum keine Abfrage bei den Zulassungsstellen von Autos mit den Motoren die da wirklich nicht rein dürfen, zB. alte Saugdiesel von 1990…?
Vielleicht soll man sich eher ein Flug nehmen.

Jedenfalls war ich oben auf dem Vulkan, mal durchatmen und im Hier und Jetzt sein. War ganz angenehm. Man konnte die verschneiten Pyrenäen sehen. Bei Sonne wäre ich da jetzt am liebsten.

Kraterrand im Vordergrund mit Blick auf die Pyrenäen