Tag 10 - Der Bazillenbomber ...
Die Nacht war ehrlich gesagt beschissen. Marie ist zwar gut eingeschlafen, hat aber mitten in der Nacht das Schreien angefangen und nicht mehr aufgehört ganz egal was wir versucht haben. Die Augen waren immer zu auch mit Licht. Vermutlich hat sie irgendwas geträumt und ist da nicht aufgewacht. Wir haben dann Fieber gemessen, aber da war keins. Viel husten war bis dahin eigentlich auch nicht. Nachdem wir sie wach hatten wollte sie nicht mehr einschlafen. Irgendwann bin ich aufgestanden und das Kind in die Trage. Das hilft eigentlich immer. Aber nichtmal das war wirklich die Lösung. Am Ende ist sie auf meinem Arm eingeschlafen wenn ich sitze. Nur schlafe ich dann echt schlecht…. Nach drei Stunden sind wir dann wieder ins Bett umgezogen und haben nochmal ein paar Stunden geschlafen. Leben mit Kind ist unglaublich anstrengend vor allem krank mit kranken Kind (Camper und Urlaub macht das ganze dann nicht wirklich besser). Beim aufwachen strahlt dich das Monster an als wäre nix gewesen und spielt mit dir …
Dazu kam die Nacht Wind. Aber nicht nur ein bisschen Wind sondern Wind, der das Auto die ganze Zeit zum schaukeln bringt. Immerhin haben die Solar Paneele gehalten. Dafür hat es überall große alte Bäume entwurzelt. Stabile, gesunde Bäume die eigentlich noch einige Jahre gekonnt hätten liegen einfach am Boden. Nachteil der Pinien: sie sind Flachwurzler. Der aufgeweichte Boden gibt ihnen nicht genug Stand bei dem Wind. Bedeutet für uns aber auch, nicht unter Bäumen parken aktuell …
Wir fahren los solang Marie gut gelaunt ist. Es regnet und ist nicht einladend dort länger zu bleiben. Wir fahren wieder ein Stück ins Land zurück.
Site des Orgues ist unser Ziel für den Vormittagsschlaf. Meine Idee ich mach mal Pause kann ich vergessen. Es hatte auf der Hinfahrt immer stärker geregnet, dass ich eigentlich im Auto bleiben wollte… Das Kind schläft quasi nur bei mir eingekuschelt in der Trage. Uff.
Und dann kirz vor dem Ziel hört der Regen auf und die Sonne kommt raus. Es war so schön, also gehe ich mit.
Wo sind wir also heute gelandet. Im Tet-Tal. Einem Tal in den Ausläufern der Pyrenäen. Im Hintergrund sehen wir bereits hohe Berge mit Schnee bedeckt. (Wir haben kurz überlegt von hier nach Andorra rein zu fahren, aber wieder Minusgrade und Schnee- nein danke, der Rückweg kommt irgendwann).
Die Berge hier bestehen hauptsächlich aus Schiefergestein. Wir wandern an einem kleinen Gebirgsbach entlang und kommen dann auf eine Fläche mit ganz anderen Felsformationen. Überall stehen Säulen wie Orgelpfeifen. Wir haben Glück und die Sonne kommt raus. Die Bäume erobern auch die letzten kleinen Möglichkeiten.
Auch beeindruckend mit den hohen Bergen im Hintergrund. Nur leider verließ uns Die Sonne viel zu schnell…
Marie schläft und wir warten immer wieder auf die Sonne ☀️.
Da wir hier auch nicht über Nacht bleiben können fahren wir dann nach dem Mittagessen ein Stück weiter zum nächsten Stellplatz. Heute nutzen wir den Nachmittag noch zum einkaufen und Wäsche waschen. Hier gibt es an großen Supermärkten aufgestellte Waschmaschinen. Entweder 9kg oder 20 kg. Und eine Trommel danach zum trocknen. Die Wäsche braucht 30 min, die Zeit brauchen wir zum einkaufen. Dann nochmal 20 min Trockner. In der Zeit schaffen wir es zum Bäcker und kaufen und einen Schokokuchen. Wir brauchen Energie und gute Laune 😁
Der Tag ist final anstrengend auch wenn wir kaum was machen. Wir husten alle drei und Marie ist unleidlich. Drückt uns die Daumen, dass es schnell besser wird und wir diese Nacht mehr schlafen.