Tag 2 - Frühling in Frankreich

Die erste Nacht in Frankreich war in gut. Wir haben ganz in Ruhe geschlafen und sind um sieben in den Tag gestartet. Da wir mit Marie früh erstmal im Bett spielen, dann frühstücken, dauert es doch etwas bis wir los kommen. Aber das ist völlig okay so.

10 Uhr fahren wir los. Geplant sind rund 150 km. Das Navi sagt 2,5 h. Die brauchen wir auch ziemlich genau. Die Route führt uns durch mehrere kleine Täler. Es scheint als fahren wir durch ehemalige Gletschertäler. Die Landschaft ist super schön. Die Sonne verdrängt den Hochnebel. Wir haben tolles Frühlingswetter.

Am Parkplatz angekommen machen wir erstmal Mittagspause und essen alle was. Als Marie müde genug für den Mittagsschlaf war sind wir eine Runde den Ort ansehen und ein bisschen spazieren. Die Karte zeigte eine kleine Ruine, eine Kirche und noch was (was mir unklar war was das sein sollte).

Es ging steil den Berg hinauf durch einen wunderschönen Wald am Hang. Die ersten Eidechsen sind vor uns davon gehuscht. Hummeln sammeln den ersten Nektar der ersten Blümchen. Die Haselnuss blüht und die Tuplen sprießen. Wir sind ganz allein unterwegs.

Erstes Ziel ist eine kleine Ruine L’Hermitage de Conliège. Das französische Informationschild verstehen wir nicht wirklich. Es ist schön restauriert und bietet uns einen tollen Blick ins Tal.

Danach geht es für uns noch ein Stück weiter den Berg hinauf. Oben erreichen wir einen römischen Bauernhof und eine römische Ausgrabungsstätte zu einem Gallo-romanischen Dorf. Aber auch hier verstehen wir vom Schild nur Bruchstücke. Englische Texte sucht man vergeblich.

Auf dem Rückweg durch den Wald finden wir eine Quelle mit Feuersalamanderlarven, wunderschöne alte Bäume, ein paar steile Hänge und ganz viel Ruhe.

Letzter Punkt ist, wie wir dann erkannt haben ist ein alter Bahnhof. Mittlerweile gibt es keine Bahnstrecke mehr. Das Haus ist privat und schön saniert. Die ehemalige Bahnlinie ist umgebaut zu einem Kinderwagen gerechneten Spazier und Radweg. Über diese Weg machen wir uns auf den Rückweg. Dabei überqueren wir eine alte Brücke und kommt dann zu einem Tunnel, den wir durchqueren müssen

Nach 2,5 h spazieren kommen wir zurück zum Camper. Der Stellplatz hat eigentlich eine Toilette und Wasser und Entsorgung. Da hier aber wohl noch Winter und Nebensaison ist, ist alles abgestellt. Ohne den Service gefällt der Platz uns dann doch nicht so gut. Er grenzt direkt an Wohnhäuser. Somit entscheiden wir uns noch ein Stück zu fahren und einen anderen Stellplatz zu testen. Es sind nur 15 km und somit noch gut machbar.

Der Platz wird es dann auch für die Nacht. Von den fünf Stellplätzen ist keiner belegt. Auch hier sind Wasser und Entsorgung abgestellt und die Toiletten abgeschlossen. Aber was soll’s. Dafür stehen wir in der Nähe von einem Fluss mit faszinierenden Steinen. Wie ihr auf den Bildern seht könnte der Fluss durchaus mehr Wasser vertragen 🙂 Boote haben aktuell keine Chance zu Wasser zu kommen.

Ein schöner sonniger Tag geht nun zu Ende und wir machen es uns im Camper gemütlich. Die sonnigen 10°C werden abends doch zu recht frischen 2°C. Somit Standheizung an und Wohnraum aufwärmen 🙂

PS: wie ist unser erster Eindruck vom Nachbarland so….

Franzis erster Eindruck ist mäßig. Nachdem gestern erstmal das Roaming am Handy nicht ging (lag aber einfach nur an einer Einstellung am iPhone), wir uns verfahren hatten beim Versuch Maut zu vermeiden, die Tankstelle uns nicht wollte, Höhenbegrenzung auf 2,55m und ihr am Ende schlecht von der Fahrt war und sie nix versteht, war es so lala. Aber heute sind wirklich alle Leute freundlich gewesen, gut gelaunt, die Hunde gut erzogen und das Wetter und die Landschaft top. Da bessert sich der Eindruck wieder. Mal sehen was die nächsten Tage kommt.

Robert ist da nicht ganz so skeptisch. Der Rasthof an der Autobahn war sauber. Das angekündigte Wlan war zwar nicht zu finden, aber egal. Die Straßen sind halbwegs gut in Schuss. Die Verkehrsführung ist manchmal unübersichtlich und wild, aber bis jetzt machbar. Die Verständigung läuft mit Hand und Fuß und einzelnen Wörtern. Klappt soweit erstmal alles 🙂

Schauen wir mal wie unser Fazit am Ende und im Vergleich zu den anderen Ländern sein wird.